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Dienstag, 7. Juni 2011

Ehec Live-Ticker

18.26: Neue Hoffnung für alle besorgten Landwirte und Endverbraucher! Die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München versucht Laborhunden das Erriechen von Ehec-Keimen anzutrainieren. Nach unseren Informationen stehen die Veterinärmediziner kurz vor dem Durchbruch.
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17.23:
Das ZDF in einer Pressemitteilung: "Für die kommende Sendung von "Wetten, dass...?" auf Mallorca werden keine Bewerbungen für Gurken-Wetten mehr entgegengenommen."
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16.10:
Aus einem Bericht des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums geht hervor, dass auch eine verunreinigte Saftpresse der Auslöser dieser Epidemie sein könnte.
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15.53: Der Vorsitzende des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauern bezeichnet EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos als einen geizigen Seuchenvogel. 150 Millionen Euro wären keine satte Entschädigung.
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14.22: Im Internet kursieren Gerüchte, nach denen eine arabische Terrorgruppe namens "Front Jemenitischer Erbsen" hinter den mysteriösen Infizierungen stecken könnte. Hinweise hierauf haben sich bislang jedoch nicht erhärtet.
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13.59: SPD-Chef Sigmar Gabriel lässt in einem Interview verlauten, sich über seine Gesundheit wenig Sorgen zu machen, weil er sich ohnehin seit Jahrzehnten nur von frittierten Buletten und Süßigkeiten ernährt.
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13.51: Forscher vom Institut Fresenius haben eine bisher unbekannte Variante des Ehec-Erregers entdeckt und taufen sie auf den Namen Sarrazinococcus Typ0815. Ein Bakterium, das angeblich schwere Gehirnschäden und eine Gendeformierung nach sich zieht.
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13.00: Gemeinschaftliche Mittagspause ohne Beilagen.
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12.46: Die FDP kündigt an, einen Krisenstab in Daniel Bahr einführen zu wollen.
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12.07: Polnische Spargelstecher stellen sich freiwillig für weitere Stichproben zur Verfügung.
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11.58: Im Eppendorfer Kinderkrankenhaus sorgt ein Clown für Erheiterung, indem er mit Tomaten jongliert und dabei spielerisch Sprossengemüse verzehrt.
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11.42: Aus Angst vor einer Schmierinfektion versuchte sich ein 69-Jähriger aus dem Landkreis Stade in seiner Badewanne abzukochen und wurde mit schweren Obstbrandverletzungen in eine Klinik eingeliefert.
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10.59: Als US-Präsident Obama von der Ansteckungsgefahr erfährt, stellt er Kanzlerin Merkel sofort unter Quarantäne und lässt ihre Freiheitsmedaille verbrennen.
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10.33: Die Blutplasmaspenden nehmen glücklicherweise zu. Damit erhöhen sich die Überlebenschancen für diejenigen, die in drei bis vier Monaten an Ehec erkranken.
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09.55: Viele Supermärkte verbannen Salatdressings aus den Regalen und verdoppeln die Preise für Windeln und Sagrotan-Artikel.
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09.38: Mikrobiologen des Robert-Koch-Instituts äußern den Verdacht, dass es sich in dieser Angelegenheit um reine Panikmache handeln könnte.
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09.12: Ministerin Aigner rät vom Verzehr roher Weißwürste ab.
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08.54: Foodwatch empfiehlt allen Verunsicherten dringend die Desinfektion privater Kühlschränke.
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08.23: Anonyme Hinweise aus der Bevölkerung machen die Behörden auf einen Betrieb in Brunsbüttel aufmerksam, der seine Mohrrüben mit angereichertem Uranwasser gedüngt haben soll.
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07.28: Ein weiterer Übeltäter scheint ausgemacht: Epidemiologen sprechen jetzt von einer Maiskolben-Seuche.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Suche nach Ehec-Quelle geht weiter

Da spanische Gurken offenbar doch nicht die Hauptquelle für die schweren Erkrankungen mit möglicher Todesfolge sind, müssen die Forscher mit ihrer Arbeit nun von vorn beginnen. Man habe aber schon eine neue Infektionsquelle ausgemacht. Hamburgs Gesundheits-Senatorin Prüfer-Storcks sagte, es käme mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Keimschleuder in Frage, die sich überwiegend zwischen Volkspark und Barmbek herumtreibt und unter dem Kürzel "LKK" bekannt ist.

Mittwoch, 18. Mai 2011

ARD-Themenwoche: Der morbide Mensch


Morbidität und Gebrechen sind die Grundvoraussetzungen an den maroden Menschen angesichts fortschreitender abnehmender Gesundheitsversorgung und steigender Kassenbeiträge. Morbidität nur mit der Bezifferung oder der Möglichkeit zur Bezifferung zu definieren, wäre viel zu kurz gegriffen. Morbidität hat vielfältige Facetten. Eigentlich ist der seriöse Begriff der Morbidität ein unseriöser geworden, denn er verharmlost die Lage der Betroffenen. Dies zu skizzieren, den Begriff der Morbidität an vielen einzelnen Beispielen erschreckend aufzuzeigen ist ein wesentliches Ziel der Themenwoche "Der morbide Mensch".

Seit 2006 setzt die ARD Themenschwerpunkte und behandelte Themen wie Bälger, Zeit zum Ableben, Sternzeichen, Prostitution und Ehrenamtliche Ernährung. 2011 heißt das Motto "Der morbide Mensch". Als Anlass zur Morbidität wurde der 125. Geburtstag des Wadenwickels genommen, aber Morbidität umfasst weit mehr als die Möglichkeit, sich per Handtuch, Waschlappen, mit dem Bettlaken oder einem durchnässten Putzlappen einzuwickeln. Es gibt Morbidität bei unzähligen Formen des Dahinvegetierens, bei den Formen des ungesunden Miteinander und auf der Ebene der gehobenen Gesellschaft. In unserer modernen Zeit wird die Morbidität geradezu herausgefordert, aber wie steht es mit der Heilung, der lebensnotwendigen Übelkeit und der Immunität. Muss es denn immer eine ganze Tablettenpackung auf ex sein, ist nicht eine einzige Pille am Tag weit mehr Lebensqualität?

Die vier Themenfelder zeigen die ganze Bandbreite des Schwerpunktes auf:
Unter "morbide im Alltag" geht es um die psychosozialen Aspekte: gefährdete Personengruppen, erste Anzeichen, Verdunklung des geistigen Horizonts oder der totale Verlust des Denkvermögens. Bei "morbide in der Freizeit" werden Themen wie SMS-Sudoku, Kaffeefahrten, Einsamkeit und Weltverdrossenheit behandelt, während "morbide miteinander" die Folgen der Morbidität behandelt: Scheidung, Selbstmitleid, Verlust alter Freundschaften und stationärer Neubeginn bis hin zum Austausch von Infektionserregern. Und schließlich geht es bei "anders morbide" um Zukunftsvisionen: Was kommt nach der Krankheit? Neue Therapiemöglichkeiten, alternative Medikation unter erschwerten Bedingungen und ein Blick über die Grenzen des Sendegebiets hinaus.

Acht Sendungen im Ersten, darunter Anne Will mit "Heute hier, morgen fort - Kaum Chancen in der realen Welt", Dokumentationen über Showlegenden wie Harald Juhnke, Rudi Carrell und Wim Thoelke oder die große Wissensshow mit Ranga Yogeshwar "Wie krank ist Deutschland?". Abgerundet wird die Woche durch eine Tatort-Ausgabe, in der Ulrike Folkerts alias Kommissarin Lena Hodenthal mysteriöse Todesfälle in einer Ludwigshafener Seniorenresidenz aufzuklären versucht.

Darüber hinaus finden in den einzelnen Bundesländern Aktionstage statt. Zum Beispiel Rumkugeln in Hessen, Seilschaftenspringen in Sachsen-Anhalt, Brezelpflücken in Bayern oder Krabbenzählen in Schleswig-Holstein. Informieren Sie sich und werden Sie endlich aktiv, bevor die Morbidität auch Sie in die Knie zwingt.

Ihre ARD

Dienstag, 1. März 2011

Stillen an der Brust

Skandal im schwäbischen Örtchen Stillen an der Brust. Seit Jahren verkauft das italienische Eiscafe "Mamma Mia" Speiseeis aus gespendeter Muttermilch. Trotz zahlreicher Beschwerden des aufgebrachten Müttervereins blieben die Behörden bisher stur.

Zwar kostet eine Kugel satte fünf Euro, dafür hat der Kunde aber die Auswahl zwischen den Geschmacksrichtungen Kürbis, Spargel, Karotte, Paprika, Haferschleim, Schinkennudeln, Bolognese, Bio-Pute, Rahmbrokkoli und Fischstäbchen.

Eiscafe-Inhaber Francesco Bambinovic verteidigt seine Geschäftsidee: "Mein Eis entspricht allen offiziellen Vorgaben und ist natürlich glutenfrei, natriumarm und stuhlregulierend. Ich habe sogar einen Mütter-Raum eingerichtet. Dort können die "Milchmädchen" entspannt ihrer Aufgabe nachgehen und nebenbei auch private Kontakte knüpfen. Somit bleibt die hohe Qualität meines Produktes gewährleistet. Nur eine glückliche Mutter gibt auch eine gesunde Milch".

Ob das Gesundheitsamt der gleichen Ansicht ist, bleibt abzuwarten. Für nächste Woche ist ein Besuch bei Herrn Bambinovic angekündigt, um die längst überfälligen Proben zu nehmen und durch verschiedene Tests etwaige Gefährdungen für die Kunden auszuschließen. (spa)

Mittwoch, 5. Januar 2011

Die Folgen des neuen Lebensmittelskandals

- Biodiesel kann an allen Bauernhöfen und Mastbetrieben
  getankt werden
- Kerosin, Flüssiggas und Ethanol werden zur
  Tierfuttermittelproduktion zugelassen
- Im Baumarkt gibt es 90% Rabatt auf Tiernahrung
- Klaus & Klaus singen ab jetzt: "Klingelingeling, klingelingeling,
  hier kommt der Bofrostmann"
- Jedes siebte Überraschungsei hat einen toxischen Inhalt
  (vorher war es jedes zweite)
- Mischfettsäure als Brotaufstrich erhältlich
- Dioxine müssen auf Verpackungen angegeben werden und
  deutlich lesbar sein (Gift-Ampel)
- Eierlikör darf mit Schmierfett gepanscht werden
- Pflanzliche Öle ausschließlich für Haarkuren zugelassen
- Emden und Uetersen bekommen bessere Verkehrsanbindungen
  (Autobahn, Flughafen, neuer Güterbahnhof)
- Ilse Aigner ernährt sich nur noch vegan
- Foodwatch wird aufgelöst